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  Kann man ein Diff nur über die Zyl.-Schrauben blockieren?
 Beitrag  Freitag 21. Mai 2010, 19:56 
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Hallo,

ist zwar eine blöde Überschrift, nur ist mir keine bessere eingefallen.

Ich beschreibe mal mein Problem mit dem Frontdiff. Alle Angaben beziehen sich auf einen aufgebockten CB ohne Reifen und Motor.

Alles find damit an, dass sich das Frontdiff per Hand über die Antriebswelle sau schwer drehen ließ. Darauf hin habe ich das Diff aus- und wieder eingebaut. Ergebnis, das Diff ließ sich wieder leicht drehen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir das Diff noch nicht näher angesehen.

Dann viel mir gestern auf, dass die Mitnehmer nur ohne Abriebswellen beide gemeinsam in die gleiche Richtung drehten. Setzte ich die Abriebswellen ein, dann drehte sich plötzlich nur eine Seite. Die andere blieb stehen.

Darauf hin habe ich heute das Diff zerlegt, da ich dachte, dass mich jetzt auch der Zylinderbruchteufel eingeholt hat. Anstelle eines herausgedrückten Stiftes, grinste mich eine der beiden Zylinderschrauben an. Die Sau war einfach lose. Der Rest vom Diff ist aber heil ... keine gerochenen Stifte oder Zahnräder.

Ich alles wieder zusammen gesetzt, die Zylinderschrauben ordentlich angezogen und siehe da ... hatte ich ein Diff mit Differeanzialsperre. Es drehte sich nichts mehr entgegengesetzt. Ich die Zylinderschrauben wieder etwas gelöst und das Diff funktioniert wieder normal. Nur jetzt schauen die Zylinderköpfe zu weit raus bzw. die Schrauben haben so gut wie keine Vorspannkraft mehr.

[b]Hätte da jemand mal ´ne Lösung?[b]


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  Kann man ein Diff nur über die Zyl.-Schrauben blockieren?
 Beitrag  Freitag 21. Mai 2010, 19:56 
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La finance
Carbon Fighter Forum
  Re: Kann man ein Diff nur über die Zyl.-Schrauben blockieren?
 Beitrag  Freitag 21. Mai 2010, 20:32 
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Ich verstehe in etwa, was du meinst.
Das Problem sind die Planeten. Bei den chinsesischen Toleranzen kann es vorkommen, dass die größer als das Diffgehäuse sind. Wenn man dann die Schrauben anzieht und somit das Gehäuse zusammenspannt, klemmen die oben und unten fest und erzeugen dadurch ne Soerrwirkung.
Hatte ich bei einem meiner zahlreichen Diff's auch schon mal.


Hatte da auch mal was dazu geschrieben:


Heute habe ich mich mal wieder ums Diff gekümmert.

Alles rausgekramt, was ich noch so da hatte und mal ganz von vorn angefangen.
Gehäuse und Tellerrad waren ja noch so gut wie neu und völlig in Ordnung. Die Reste
von den Stiften rausgehämmert und neue (längere) Stifte eingesetzt.

Zwei der neuen Planeten konnte ich noch verwenden und vom letzten Diff hatte ich ja
auch noch drei übrig. Alles fein gereinigt und eingesetzt - paßt. War alles leichtgängig, bis
ich das Gehäuse mit den Schrauben fest verschlossen hatte. Danach drehte sich nix mehr.

Alles wieder auf. Tja, die Planeten klemmen im Gehäuse, also den Dremel angesteckt
und alle vier auf der Zahnradseite etwas abgeschliffen. Test - funktioniert. Kann das Gehäuse
jetzt richtig fest anbrummen und es dreht sich noch alles.

Nächstes Problem ist das "Haken", wenn man die Ausgangswelle etwas ins Diff drückt und dann dreht.
Da ist ja schon etwas Axialspiel bei den beiden, da sie sich an den sich zugewandten Stirnseiten
nach einigen Litern etwas abnutzen. Kann man zwar beheben, in dem man die Cups relativ
straff befestigt, aber wenn sich mal einer lockert, rutscht diese Welle rein und verhakt sich mit den Planeten.
Außerdem dreht sich dann alles recht schwer, wenn die Cups zu eng am Diff anliegen.
Also habe ich an den Planeten auf der Schaftseite auch noch ca. 1 mm von den Zähnen runtergeschliffen.
Somit kann die Ausgangswelle auch wenn sie etwas nach innen rutscht nicht mehr an den Planeten einhaken,
was ja zu einer Blokade des Diff's führt.

Das so "gepimte" Diff habe ich dann ordentlich gefettet und wieder zusammengesetzt. Es läuft jetzt absolut leicht und rund.
Mal sehen ob es nun mal etwas länger hält. Verhaken kann es sich jedenfalls nicht mehr.

Habe zur Veranschauung mal paar Bilder dazu:

So ist es original:
ca. ein halber Millimeter Abstand der Zähne zwischen dem Planeten und der Ausgangswelle.
Wenn die auch nur geringfügig nach innen rutscht, dann klemmt's.

Bild

Hier nun der Zustand nach dem Abschleifen:
Jetzt ist genug Abstand dazwischen.

Bild

Das ist der Grund für das Axialspiel:
Die beiden Ausgangswellen drehen ja entgegengesetzt und schleifen sich so nach und nach
immer mehr ab. Wenn dann ein Cup nicht richtig fest ist, oder sich lockert, kann die Welle
nach innen rutschen und verhakt sich.

Bild

Hier habe ich noch ein Bild von zwei Wellen aus zwei verschiedenen Diff's:

Bild

Das eine kommt bestimmt aus China und das andere wird bestimmt in Taiwan oder
am [nicht gewünschter Begriff] der Welt zusammengerödelt. :lol: :lol: :lol:
Warscheinlich hatte ich letzteres erwischt - Pech gehabt.


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  Re: Kann man ein Diff nur über die Zyl.-Schrauben blockieren?
 Beitrag  Freitag 21. Mai 2010, 20:50 
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Na, das ist doch mal was :)

Jetzt wo du es geschrieben hast, ist mir das gelegentliche "haken" beim entgegengesetzten drehen auch wieder eingefallen.

Zumindest wird es so mit dem CB und dem beseitigen seiner Kinderkrankheiten nicht langweilig :D


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  Re: Kann man ein Diff nur über die Zyl.-Schrauben blockieren?
 Beitrag  Freitag 21. Mai 2010, 20:58 
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@Monster: KLASSE ERKLÄRUNG ! :bow:


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  Re: Kann man ein Diff nur über die Zyl.-Schrauben blockieren?
 Beitrag  Freitag 21. Mai 2010, 21:08 
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Haste denn die Funke schon getestet? (die von LRP)


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