Ich verstehe in etwa, was du meinst.
Das Problem sind die Planeten. Bei den chinsesischen Toleranzen kann es vorkommen, dass die größer als das Diffgehäuse sind. Wenn man dann die Schrauben anzieht und somit das Gehäuse zusammenspannt, klemmen die oben und unten fest und erzeugen dadurch ne Soerrwirkung.
Hatte ich bei einem meiner zahlreichen Diff's auch schon mal.
Hatte da auch mal was dazu geschrieben:
Heute habe ich mich mal wieder ums Diff gekümmert.
Alles rausgekramt, was ich noch so da hatte und mal ganz von vorn angefangen.
Gehäuse und Tellerrad waren ja noch so gut wie neu und völlig in Ordnung. Die Reste
von den Stiften rausgehämmert und neue (längere) Stifte eingesetzt.
Zwei der neuen Planeten konnte ich noch verwenden und vom letzten Diff hatte ich ja
auch noch drei übrig. Alles fein gereinigt und eingesetzt - paßt. War alles leichtgängig, bis
ich das Gehäuse mit den Schrauben fest verschlossen hatte. Danach drehte sich nix mehr.
Alles wieder auf. Tja, die Planeten klemmen im Gehäuse, also den Dremel angesteckt
und alle vier auf der Zahnradseite etwas abgeschliffen. Test - funktioniert. Kann das Gehäuse
jetzt richtig fest anbrummen und es dreht sich noch alles.
Nächstes Problem ist das "Haken", wenn man die Ausgangswelle etwas ins Diff drückt und dann dreht.
Da ist ja schon etwas Axialspiel bei den beiden, da sie sich an den sich zugewandten Stirnseiten
nach einigen Litern etwas abnutzen. Kann man zwar beheben, in dem man die Cups relativ
straff befestigt, aber wenn sich mal einer lockert, rutscht diese Welle rein und verhakt sich mit den Planeten.
Außerdem dreht sich dann alles recht schwer, wenn die Cups zu eng am Diff anliegen.
Also habe ich an den Planeten auf der Schaftseite auch noch ca. 1 mm von den Zähnen runtergeschliffen.
Somit kann die Ausgangswelle auch wenn sie etwas nach innen rutscht nicht mehr an den Planeten einhaken,
was ja zu einer Blokade des Diff's führt.
Das so "gepimte" Diff habe ich dann ordentlich gefettet und wieder zusammengesetzt. Es läuft jetzt absolut leicht und rund.
Mal sehen ob es nun mal etwas länger hält. Verhaken kann es sich jedenfalls nicht mehr.
Habe zur Veranschauung mal paar Bilder dazu:
So ist es original:
ca. ein halber Millimeter Abstand der Zähne zwischen dem Planeten und der Ausgangswelle.
Wenn die auch nur geringfügig nach innen rutscht, dann klemmt's.
Hier nun der Zustand nach dem Abschleifen:
Jetzt ist genug Abstand dazwischen.
Das ist der Grund für das Axialspiel:
Die beiden Ausgangswellen drehen ja entgegengesetzt und schleifen sich so nach und nach
immer mehr ab. Wenn dann ein Cup nicht richtig fest ist, oder sich lockert, kann die Welle
nach innen rutschen und verhakt sich.
Hier habe ich noch ein Bild von zwei Wellen aus zwei verschiedenen Diff's:
Das eine kommt bestimmt aus China und das andere wird bestimmt in Taiwan oder
am [nicht gewünschter Begriff] der Welt zusammengerödelt.

Warscheinlich hatte ich letzteres erwischt - Pech gehabt.